Die Anklage gegen Max Zirngast: Protokoll einer (Selbst)Entlarvung

Der Solidaritätskampagne #FreeMaxZirngast liegt die Anklageschrift gegen Max Zirngast vor. Wir geben im Folgenden einen exklusiven Einblick in die Vorwürfe. Es ist die erste Analyse einer Anklage, die sich schon bei oberflächlicher Lektüre nicht nur als ein abstruses und böswilliges Konstrukt unbelegter Behauptungen und Mutmaßungen erweist, sondern in weiten Teilen sogar jeder Vorstellung von Rechtsstaatlichkeit…

Max ist frei!

Max Zirngast hat soeben (Dienstag, 25.12. um 13.00 Uhr Ortszeit) die letzte Hürde geschafft: Er wurde aus dem Polizeigewahrsam freigelassen, nachdem heute morgen noch allerlei medizinische Untersuchungen und letzte Papierberge erledigt werden mussten (siehe Twitter und Facebook der #FreeMaxZirngast Solidaritätskampagne). Max Zirngast befindet sich nun auf freiem Fuß – nach über 100 Tagen Gefängnis.

Fragmente einer Rede

Dem seit über drei Monaten in der Türkei inhaftierten Max Zirngast wurde gestern im Wappensaal des Wiener Rathauses der Dr. Karl Renner Solidaritätspreis verliehen. Die Laudatio hielt Meşale Tolu, Preisträgerin im letzten Jahr. Barbara Zirngast, die Mutter von Max Zirngast, nahm den Preis entgegen. Eine eindrückliche Kunstinstallation, die im Foyer der Preisverleihung aufgehängt wurde, erinnerte…

Und immer die Vögel

Für den Solidaritätsabend im Schauspielhaus Wien verfasste Max Zirngast den eindrücklichen Essay „Geräusche. Ein Versuch“. Sein langjähriger Freund, der Autor und Dramatiker Thomas Köck, verlas ihn zu Beginn der Veranstaltung. Übersetzt wurde das Schriftstück von Alp Kayserilioğlu.

Verlängerung der Untersuchungshaft von Max Zirngast trotz mangelhafter Anklage?

Nach drei Monaten Untersuchungshaft ist in den letzten Tagen Bewegung in die Causa Max Zirngast gekommen. Sein Anwalt Murat Yılmaz berichtet Vertreter*innen der Solidaritätskampagne #FreeMaxZirngast nun aus erster Hand von einer Anklageschrift des zuständigen Staatsanwalts, die dem Gericht am 29. November zur Prüfung vorgelegt wurde.

Disziplin, Kreativität und Solidarität

Max Zirngast schreibt, um der Monotonie im Gefängnis zu entgehen; er schreibt, um sich selbst eine Aufgabe zu schaffen, produktiv zu sein. Und nicht zuletzt schreibt er für uns alle, damit wir nicht vergessen. Alltag im Gefängnis: Ein weiterer Brief von Max Zirngast.

Die Raum-Zeit des Strafregimes und seine Abwehr

Anbei dokumentieren wir übersetzte und von uns redigierte Auszüge aus einem längeren Brief von Max Zirngast, den er am 4. November 2018 verfasste und der uns kürzlich erreicht hat. Zum Verständnis haben wir einige Anmerkungen und Überschriften eingefügt, sie sind durch eckige Klammern markiert.

Von unnützen Gesprächsangeboten und fehlenden Stiften

Endlich erreichen uns auch längere Nachrichten von Max Zirngast. Anbei dokumentieren wir übersetzte und von uns redigierte Auszüge aus einem längeren Brief, den er am 18. Oktober 2018 verfasste und der uns kürzlich erreicht hat. Zum Verständnis haben wir einige Anmerkungen und Überschriften eingefügt, sie sind durch eckige Klammern markiert.